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SRH Holding übernimmt Mehrheit an der Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH

Die Stiftung Rehabilitation Heidelberg (SRH) aus Heidelberg ist neuer Mehrheitsgesellschafter der Kliniken Landkreis Sigmaringen  GmbH. Die Anteile in Höhe von 51 Prozent werden rückwirkend zum 1. Januar für 5,3 Millionen Euro übernommen. Die drei Standorte Sigmaringen, Bad Saulgau und Pfullendorf bleiben erhalten. Der Landkreis hält künftig 36,26 Prozent, der Spitalfonds Pfullendorf als dritter Gesellschafter 12,74 Prozent. Bis 2018 will der Heidelberger Kooperationspartner an allen drei Standorten rund 25 Millionen Euro investieren. Im Jahr 2016 sollen die Krankenhäuser wieder schwarze Zahlen schreiben. Um dieses Ziel zu erreichen, will SRH die medizinischen Angebote spezialisieren und ergänzen sowie die in Nachbarkliniken abgewanderten Patienten zurückholen. Vorteile versprechen sich die Kooperationspartner beispielsweise bei der Personalbeschaffung sowie Marketingauftritt und Kostenvorteile beim Materialeinkauf. Die Verluste der Kliniken des Landkreis Sigmaringen summierten sich 2004 auf rund zehn Millionen Euro. Alle operativen Entscheidungen trifft künftig der Mehrheitsgesellschafter. Jedoch bleibt dem Landkreis und dem Spitalfonds Pfullendorf ein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen wie der Schließung von Abteilungen. Auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet SRH. Der Kreistag und der Stiftungsrat haben letzte Woche zugestimmt. 

Laut eigener Aussage hat die SRH bislang nur defizitäre Häuser übernommen. Bundesweit gehören sechs Krankenhäuser, drei Reha-Kliniken und vier medizinische Versorgungszentren sowie zahlreiche Bildungsunternehmen und Hochschulen zu der 1966 gegründeten Stiftung, die als Dachgesellschaft für diverse Tochtergesellschaften fungiert. Knapp 9000 Beschäftigte erwirtschafteten 2012 an 56 Standorten einen Umsatz von 600 Millionen Euro. Das Eigenkapital beträgt 550 Millionen Euro und die Durchschnittsrendite sieben Prozent. Auch die berufliche Aus- und Weiterbildung zählt zu den Tätigkeitsfeldern. 

Der zweite Bieter Ameos aus der Schweiz wollte mit 70 Millionen Euro deutlich mehr investieren und die Verbindlichkeiten der Krankenhäuser von über 17 Millionen Euro übernehmen. Die politischen Gremien überzeugte das Konzept von SRH jedoch mehr. Die Kanzlei Menold Bezler hat den Landkreis Sigmaringen und den Spitalfonds Pfullendorf beim Verkauf der Mehrheitsbeteiligung umfassend rechtlich beraten und das strukturierte Bieterverfahren durchgeführt sowie die Verträge ausgehandelt. Außerdem wurde das Verfahren durch die aktiva Beratung im Gesundheitswesen GmbH aus Köln als Fachberater begleitet. 

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