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Partnering-Verfahren im Infrastrukturbau: Vergaberecht als Schlüssel für mehr Zusammenarbeit
In seinem Gastbeitrag im Staatsanzeiger erläutert Alexander Dörr, wie öffentliche Auftraggeber Partnering-Verfahren vergaberechtskonform einsetzen können. Am Beispiel der Erneuerung der Wallstraßenbrücke und des „Blaubeurer Tor“-Tunnels in Ulm zeigt er auf, wie sich Infrastrukturprojekte durch frühzeitige Zusammenarbeit zwischen Planung und Bau effizienter und konfliktärmer umsetzen lassen.
Anders als bei klassischen Vergabeverfahren werden Bauunternehmen bereits in einer frühen Planungsphase eingebunden. Im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens können sie Optimierungsvorschläge zur Konstruktion, Baulogistik und Ausführung entwickeln und ihre Erfahrung in die weitere Planung einbringen. Dadurch lassen sich Schnittstellen reduzieren, Risiken frühzeitig erkennen und Nachträge sowie Konflikte während der Bauausführung vermeiden.
Der Beitrag zeigt außerdem, dass sich Partnering-Modelle nicht nur für komplexe Großprojekte eignen. Auch bei kleineren Infrastrukturvorhaben können funktionale Ausschreibungen und partnerschaftliche Vergabekonzepte zu mehr Planungssicherheit, Innovation und Kostentransparenz beitragen.