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Im Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Vidrea Deutschland GmbH wurden wichtige Weichen gestellt.

Insolvenzantragsverfahren Vidrea Deutschland GmbH

In dem Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Vidrea Deutschland GmbH, die rund 160 Modefilialen unter dem Label Miller & Monroe in Deutschland betreibt, wurden wichtige Weichen gestellt.

Eine langfristige Fortführung der Läden unter der Marke Miller & Monroe kommt nach den Prüfungen und Feststellungen des vorläufigen Insolvenzverwalters Jochen Sedlitz nicht in Betracht. Angesichts hoher Mietrückstände sind die allermeisten Vermieter nicht bereit, an einer Lösung unter Beteiligung der niederländischen Unternehmensgruppe Victory & Dreams, zu der die Vidrea Deutschland gehört und die auch die Markenrechte an dem Label Miller & Monroe besitzt, mitzuwirken. „Hier wurde leider seit der Übernahme der ehemaligen Charles Vögele-Filialen sehr viel Porzellan zerschlagen. Außerdem erwirtschafteten die Geschäfte unter dem Label Miller & Monroe in den zurückliegenden Monaten sehr hohe Verluste, die eine langfristige Fortführung ohne grundlegende Sanierung oder ein neues Konzept nicht zulassen“, so der vorläufige Insolvenzverwalter. Dieses kann laut Sedlitz nicht von der Insolvenzverwaltung kommen, sondern muss über einen Investor erfolgen.

Um trotzdem möglichst viele Arbeitsplätze zu retten, wird nun die Strategie auf die Situation angepasst. Vorhandene Ware wird bis zum 31. Mai 2019 abverkauft. Parallel steht Jochen Sedlitz kurz vor dem Abschluss der Verhandlungen mit einer Unternehmensgruppe, die die Filialen unter eigenem Storekonzept und eigenen Waren ab dem 1. Juni 2019 „übernehmen“ möchte. Die Mitarbeiter in den Filialen sollen dabei ein Angebot zum Wechsel in ein neues Arbeitsverhältnis mit dem Investor erhalten.

Zur Umsetzung ist laut Sedlitz eine Einigung mit den jeweiligen Vermietern notwendig. Ob und in welchem Umfang dies gelingen wird, ist noch offen und hängt von den Verhandlungen des Interessenten für die Flächen in den nächsten Wochen ab. „Es ist klar, dass jeder Vermieter für sich entscheiden muss, ob diese Lösung in Betracht kommt. Für manche Filialen wurden jedoch bereits Nachmieter gefunden. Hier werden wir dennoch versuchen, ob es eine Zukunft für die Mitarbeiter bei einem Nachmieter gibt“, so der vorl. Insolvenzverwalter. Mit der angestrebten Lösung können wir sowohl den Vermietern als auch den Mitarbeitern in den Filialen ein Paket anbieten, das den Eintritt eines potenten neuen Mieters unter Erhalt der Arbeitsplätze nahtlos ermöglicht.

Sedlitz hält dieses Paket angesichts der zum 1. März 2019 vorgefundenen Situation für ein hervorragendes Ergebnis, auch wenn es natürlich sehr bedauerlich ist, dass eine große Lösung unter der Marke Miller & Monroe aus verschiedensten Gründen nicht möglich ist. „Wir werden jetzt die nächsten Wochen daran arbeiten, mit so vielen Vermietern und Arbeitnehmern wie möglich das angestrebte Paket zum 01. Juni 2019 umzusetzen. Der Erhalt eines großen Teils der Arbeitsplätze bleibt so erreichbar“.



Ansprechpartner: Dr. Sebastian Mielke, Jochen Sedlitz, Pascal Mangold, LL.M.

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